Friedenserziehung statt Militärwerbung

In Bayern wurde 2010 eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kultusministerium und der Bundeswehr über Besuche an Schulen getroffen. Die geschlossene Vereinbarung kritisiere ich, da sie den Schulen suggeriert, dass diese die Angebote der sog. Jugendoffiziere in jedem Fall annehmen sollten. Ferner wurde es versäumt, in der Vereinbarung weiter gehende Rahmenbedingungen und Grenzen von Besuchen von VetreterInnen der Bundeswehr fest zu schreiben.

Bereits zu Zeiten der Wehrpflicht forderten wir GRÜNE stets, dass von Staatswegen aus gleichbereichtigt über die Optionen des zivilen Engagements informiert werden muss. Dies gilt auch nach der Abschaffung der Wehrpflicht weiter. Ziel sollte eine ganzheitliche friedens- und sicherheitspolitische Aufklärung sein. Konfliktprävention und zivile Konfliktlösung müssen deutlich in den Mittelpunkt gerückt werden. Zivilgesellschaftliche Akteure und Nichtregierungsorganisationen benötigen einen gleichberechtigten Zugang zu den SchülerInnen. Das schafft die Voraussetzung für eine kritische Diskussion an den Schulen und wäre einer kompletten Verbannung des Militärs von den Schulen vorzuziehen.